Das Wichtigste in Kürze
- Der Preis hängt an drei Dingen: Umfang, Individualität und Technik im Hintergrund.
- Der Startpreis sagt wenig. Entscheidend ist, was die Website im zweiten Jahr kostet.
- Festpreis schlägt Stundensatz — beim Stundensatz trägst du das Risiko, nicht die Agentur.
- Eine saubere technische SEO-Grundlage gehört in den Preis und ist kein Aufpreis.
„Was kostet eine Website?“ ist wie „was kostet ein Auto?“ — die Antwort hängt komplett davon ab, was du brauchst. Trotzdem lässt sich klar sagen, worauf der Preis basiert, wo später die bösen Überraschungen lauern und woran du ein faires Angebot erkennst.
Die drei größten Preistreiber
Wer dir ohne Rückfrage einen Preis nennt, rät. Seriös kalkulieren lässt sich erst, wenn drei Dinge klar sind:
- Der Umfang. Eine schlanke Präsenz mit Startseite, Leistungen und Kontakt ist etwas anderes als ein Auftritt mit zehn Unterseiten, Ratgeber-Bereich und Karriereseite. Jede Seite muss konzipiert, gestaltet, getextet und gebaut werden.
- Die Individualität. Eine Seite, die exakt auf dein Unternehmen zugeschnitten ist, kostet mehr als eine umgefärbte Vorlage. Sie bringt dafür auch mehr, weil sie dich von der Konkurrenz abhebt, statt dich in der Masse verschwinden zu lassen.
- Die Technik im Hintergrund. Ein simples Kontaktformular ist schnell gebaut. Ein Kostenrechner, eine Terminbuchung oder ein automatisierter Rückruf-Prozess sind echte Entwicklungsarbeit — nehmen dir dafür aber täglich Arbeit ab.
Faustregel
Je mehr die Website für dich arbeitet, desto teurer ist sie im Bau — und desto schneller zahlt sie sich zurück. Eine Seite, die nur schön aussieht, ist der teuerste Kompromiss: Sie kostet Geld und bringt nichts zurück.
Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Die drei Wege unterscheiden sich weniger im Preis als im Risiko und in dem, was du am Ende in der Hand hast.
Baukasten
Günstig im Einstieg, monatlich zu zahlen, läuft ewig weiter. Für den allerersten Start besser als gar nichts. Der Haken: Du bist an den Anbieter gebunden, die Seite gehört dir nur bedingt, und bei Ladezeit, SEO und individuellen Funktionen stößt du schnell an Grenzen. Wenn die Website aktiv Kunden bringen soll, wird der Baukasten irgendwann zur Bremse.
Freelancer
Oft der beste Preis, gute Arbeit möglich. Das Risiko liegt in der Verfügbarkeit: Wenn eine Person krank wird, den Job wechselt oder schlicht ausgelastet ist, wartest du. Frag vorab, wer die Seite betreut, wenn dein Ansprechpartner ausfällt.
Agentur
Teurer im Einkauf, dafür mehrere Köpfe und klare Zuständigkeit. Sinnvoll, wenn die Website nicht nur existieren, sondern Anfragen erzeugen soll — und wenn du dich um nichts kümmern willst. Achte darauf, dass du nicht nur Design bekommst, sondern auch Technik, SEO und Betreuung.
Die versteckten Folgekosten
Hier verlieren die meisten Betriebe Geld — nicht beim Bau, sondern danach. Viele Angebote wirken günstig, bis die Rechnungen im laufenden Betrieb kommen:
- Monatliche Wartungspauschalen, die nie ablaufen und deren Gegenwert unklar bleibt.
- Plugin- und Lizenzkosten — der Klassiker bei WordPress-Seiten. Jede Funktion hängt an einem Zusatzmodul, jedes Modul kostet jährlich.
- Hosting mit Lockpreis, das im zweiten Jahr deutlich teurer wird.
- Gebühren pro Änderung. Neue Telefonnummer, neues Teamfoto, geänderte Öffnungszeiten — und jedes Mal eine Rechnung.
- Nachträgliches SEO, weil im Bau daran gespart wurde und die Seite bei Google nicht auftaucht.
Die eine Frage, die alles klärt
Frag bei jedem Angebot: „Was kostet mich diese Website in zwei Jahren — alles zusammen?“ Wer darauf keine klare Zahl nennen kann oder will, hat entweder nicht sauber kalkuliert oder rechnet fest mit Nachschlägen.
Festpreis statt Stundensatz — warum das für dich sicherer ist
Ein Stundensatz klingt erstmal fair und transparent. Tatsächlich verschiebt er das Risiko komplett auf dich: Dauert das Projekt länger als gedacht — weil es Abstimmungsrunden gibt, weil sich etwas als komplizierter herausstellt, weil jemand sich verschätzt hat — zahlst du die Differenz.
Ein klarer Festpreis dreht das um. Die Agentur muss sauber kalkulieren und effizient arbeiten, denn Mehraufwand geht zu ihren Lasten. Du weißt vom ersten Tag an, was am Ende auf der Rechnung steht. Genau deshalb arbeiten wir ausschließlich mit Festpreisen.
5 Fragen, die du jedem Angebot stellen solltest
Nimm diese Liste ins nächste Gespräch mit. Die Antworten sagen dir mehr über den Anbieter als jede Referenzliste:
- Ist der Preis final, oder kommen „optionale“ Positionen später als Pflicht dazu? Frag konkret nach, was nicht enthalten ist.
- Sind Texte und Bilder im Umfang? Viele Angebote setzen stillschweigend voraus, dass du beides fertig lieferst — und rechnen trotzdem den vollen Preis ab.
- Ist die technische SEO-Grundlage eingepreist? Ladezeit, Struktur, Überschriften, Meta-Angaben gehören zu jeder ordentlichen Website. Wenn das als Extra verkauft wird, wird woanders gespart.
- Gehört mir die Website am Ende? Oder miete ich sie faktisch, weil sie ohne den Anbieter nicht funktioniert?
- Was kostet eine Änderung nach dem Launch? Wenn darauf keine klare Antwort kommt, wird es teuer.
Fazit: Der Preis ist nicht die wichtigste Zahl
Die wichtigste Zahl ist nicht, was die Website kostet, sondern was sie einbringt. Eine Seite für wenig Geld, die niemand findet und über die nie jemand anfragt, ist teuer — egal wie klein der Betrag war. Eine Seite, die dir jeden Monat Anfragen bringt, hat sich nach kurzer Zeit selbst bezahlt.
Achte deshalb weniger auf den Startpreis und mehr darauf, was hinten rauskommt: Wird die Seite bei Google gefunden? Macht sie aus Besuchern Anfragen? Nimmt sie dir Arbeit ab? Wenn die Antworten stimmen, ist der Preis zweitrangig.
Wie das konkret für deinen Betrieb aussieht, klären wir am schnellsten im Gespräch: Schau dir unser Komplettpaket an oder nimm direkt Kontakt auf — unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.