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Anfragen & Conversion

Mehr Anfragen über die Website

Besucher hast du, Anfragen nicht? Dann liegt das Problem nicht bei Google. Neun Hebel, die den Unterschied machen — sortiert nach Wirkung.

9 Min. Lesezeit Kraftwerk Performance

Das Wichtigste in Kürze

  • Besucher ohne Anfragen ist ein anderes Problem als keine Besucher — die Lösung auch.
  • Die Telefonnummer gehört sichtbar nach oben, nicht nur ins Impressum.
  • Jedes Pflichtfeld im Formular kostet Anfragen. Frag nur, was du wirklich brauchst.
  • Vertrauen entscheidet: echte Fotos und echte Namen schlagen jedes Werbeversprechen.

Es gibt zwei völlig verschiedene Website-Probleme, die ständig verwechselt werden. Das eine: Niemand kommt. Das andere: Es kommen Leute, aber niemand meldet sich. Für das erste brauchst du Sichtbarkeit. Für das zweite hilft dir mehr Sichtbarkeit gar nichts — du würdest nur mehr Leute auf eine Seite schicken, die sie nicht überzeugt. Hier geht es um das zweite Problem.

Zuerst: Welches Problem hast du überhaupt?

Bevor du irgendetwas änderst, klär diese Frage. In Google Analytics oder der Search Console siehst du, wie viele Leute deine Seite besuchen. Wenn das eine Handvoll pro Woche ist, hast du ein Sichtbarkeitsproblem — dann lies Bei Google gefunden werden, dieser Artikel hilft dir nicht.

Wenn dagegen regelmäßig Leute kommen und trotzdem nichts passiert, bist du hier richtig. Faustregel: Von 100 Besuchern auf einer Handwerker- oder Dienstleister-Seite melden sich erfahrungsgemäß ein paar wenige. Wenn es null sind, ist etwas kaputt.

1. Die Telefonnummer nach oben

Der schnellste Hebel überhaupt, und der am häufigsten übersehene. Viele Interessenten wollen nicht tippen, sie wollen anrufen — gerade bei Handwerk, Praxis oder Kanzlei. Wenn die Nummer erst im Impressum auftaucht, verlierst du sie.

Die Nummer gehört sichtbar in den Kopfbereich, auf dem Handy als antippbarer Link. Nicht als Bild, nicht als Grafik — sondern so, dass ein Tipp den Anruf startet.

Der Fünf-Sekunden-Test

Zeig deine Startseite jemandem, der deinen Betrieb nicht kennt, fünf Sekunden lang. Dann frag: Was machen wir, und wie erreichst du uns? Wer das nicht beantworten kann, hätte auch nicht angefragt.

2. Das Formular kürzen

Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Das ist keine Meinung, das ist eins der stabilsten Muster überhaupt. Trotzdem sieht man ständig Formulare mit Anrede, Vorname, Nachname, Firma, Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Telefon, Fax und Wunschtermin.

Für eine erste Anfrage brauchst du drei Dinge: Wie heißt die Person, wie erreiche ich sie, worum geht es. Alles andere klärt sich im Gespräch. Wenn du zwingend die Adresse brauchst, frag sie im zweiten Schritt ab — nicht bevor überhaupt Kontakt besteht.

3. In einem Satz sagen, was du machst

Wer auf deiner Startseite landet, hat eine Frage: Bin ich hier richtig? Wenn die Antwort nicht sofort kommt, ist er weg. Überschriften wie Willkommen auf unserer Website oder Ihr Partner für Qualität beantworten sie nicht.

Besser ist die einfachste mögliche Formulierung: was du machst, für wen, wo. Badsanierung aus einer Hand in Ravensburg und Umgebung ist keine Poesie, aber jeder weiß sofort Bescheid.

4. Vertrauen aufbauen, bevor du fragst

Niemand fragt bei einem Betrieb an, dem er nicht traut. Vertrauen entsteht nicht durch Behauptungen, sondern durch Belege:

  • Echte Fotos. Dein Team, deine Fahrzeuge, deine Baustellen. Stockbilder erkennt jeder und sie kosten Glaubwürdigkeit.
  • Echte Bewertungen mit Namen. Drei konkrete Sätze von einem echten Kunden schlagen jedes höchste Qualität.
  • Gesichter. Wer hinter dem Betrieb steht. Menschen beauftragen Menschen.
  • Konkrete Zahlen. Seit wann gibt es euch, wie viele Projekte, wie groß ist das Team. Zahlen wirken, Adjektive nicht.

5. Sag, was passieren soll

Viele Seiten enden einfach. Kein Hinweis, was der nächste Schritt ist. Der Besucher hat gelesen, ist überzeugt — und scrollt weiter, weil ihm niemand gesagt hat, was er jetzt tun soll.

Jede wichtige Seite braucht am Ende einen klaren nächsten Schritt: einen Knopf zum Formular, die Telefonnummer, eine Terminbuchung. Einen, nicht fünf. Wer die Wahl zwischen fünf Möglichkeiten hat, wählt oft keine.

6. Die Hemmschwelle senken

Zwischen Interesse und Anfrage liegt eine Hürde: Was passiert, wenn ich mich melde? Werde ich dann bedrängt? Kostet das was?

Nimm die Sorge vorweg. Ein Satz wie Unverbindlich und ohne Verkaufsdruck — wir melden uns innerhalb eines Werktags kostet nichts und senkt die Hürde spürbar. Wichtig: Wenn du das schreibst, musst du dich auch daran halten.

Vorsicht mit Versprechen

Reaktionszeiten und Zusagen auf der Website sind bindend — wenn du Rückruf in 15 Minuten schreibst, musst du das leisten. Sonst ist es der schnellste Weg zur schlechten Bewertung. Lieber ein realistisches Versprechen, das du hältst.

7. Alles auf dem Handy testen

Die Mehrheit deiner Besucher kommt vom Smartphone. Trotzdem wird fast jede Website am großen Bildschirm gebaut und abgenommen. Das Ergebnis: Der Knopf ist zu klein, das Formular unbedienbar, die Nummer nicht antippbar.

Nimm dein eigenes Handy, geh auf deine Seite und versuch, dir selbst eine Anfrage zu schicken. Was dich dabei nervt, nervt auch deine Kunden — nur dass die einfach weiterklicken.

8. Ladezeit

Wer wartet, geht. Und zwar bevor er überhaupt gesehen hat, wie gut du bist. Ladezeit ist kein technisches Detail, sondern die erste Hürde vor allem anderen — mehr dazu in Website zu langsam?.

9. Nachhalten, was funktioniert

Ohne Messung ist alles Bauchgefühl. Du musst nicht zum Analysten werden, aber zwei Dinge solltest du wissen: Wie viele Leute kommen, und wie viele fragen an. Ohne diese zwei Zahlen kannst du nicht beurteilen, ob eine Änderung etwas gebracht hat.

Wichtig dabei: Wer misst, verarbeitet Daten — und braucht dafür eine saubere Einwilligung. Siehe Website DSGVO-konform machen.

Fazit

Die Reihenfolge ist wichtiger als die Liste. Fang mit Telefonnummer, Formular und Klarheit an — das sind die schnellen Hebel, die oft ohne großen Aufwand wirken. Vertrauen und Ladezeit sind die mittelfristigen. Und miss mit, sonst rätselst du.

Wenn du wissen willst, woran es bei dir konkret hakt: Nimm Kontakt auf — wir schauen uns die Seite an und sagen dir, was uns auffällt.

Häufige Fragen zu Anfragen über die Website

Meine Website hat Besucher, aber keine Anfragen. Woran liegt das?
Meistens an einer von vier Sachen: Es ist nicht klar, was du anbietest. Die Kontaktaufnahme ist zu umständlich oder die Telefonnummer versteckt. Es fehlt Vertrauen, weil echte Fotos und Bewertungen fehlen. Oder die Seite funktioniert auf dem Handy nicht richtig. Mehr Sichtbarkeit hilft in diesem Fall nicht — du schickst nur mehr Leute auf eine Seite, die nicht überzeugt.
Wie viele Anfragen sind normal?
Das hängt stark von Branche und Art der Besucher ab, deshalb ist jede pauschale Zahl mit Vorsicht zu genießen. Wichtiger als ein Vergleichswert ist die Entwicklung bei dir selbst: Wenn regelmäßig Leute kommen und über Wochen null Anfragen entstehen, ist etwas kaputt — dann lohnt sich der Blick auf Formular, Telefonnummer und Handy-Ansicht.
Wie viele Felder sollte ein Kontaktformular haben?
So wenige wie möglich. Für eine erste Anfrage reichen Name, ein Kontaktweg und das Anliegen. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Wenn du weitere Angaben brauchst, frag sie im zweiten Schritt ab — nicht bevor überhaupt Kontakt besteht.
Sollte die Telefonnummer auf jeder Seite stehen?
Ja, sichtbar im Kopfbereich und auf dem Handy als antippbarer Link. Viele Interessenten wollen nicht tippen, sondern direkt anrufen. Eine Nummer, die nur im Impressum steht, kostet dich Anfragen.
Bringt ein Chatbot mehr Anfragen?
Manchmal, aber selten als erste Maßnahme. Wenn Telefonnummer, Formular und Klarheit nicht stimmen, löst ein Chatbot das Grundproblem nicht — er verdeckt es. Sinnvoll wird er eher, wenn viele wiederkehrende Standardfragen anfallen und die Basis bereits sitzt.

Woran hakt es bei deiner Seite?

Wir schauen kurz drauf und sagen dir, was uns auffällt — unverbindlich.

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