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Branche: Hotellerie

Website für Hotel & Pension

Die Portale bringen Gäste — und behalten einen Teil vom Umsatz. Deine eigene Website ist der einzige Ort, an dem eine Buchung ganz dir gehört. Worauf es dabei ankommt.

9 Min. Lesezeit Kraftwerk Performance

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Buchung über die eigene Website spart die Portalprovision — das ist der ganze Zweck der Seite.
  • Jeder Zimmertyp braucht echte Fotos, Größe und einen Preisrahmen. Kein Preis auf der Seite heißt: der Gast bucht im Portal.
  • Der Weg zur Anfrage oder Buchung muss auf jeder Seite sichtbar sein, nicht nur auf einer Unterseite.
  • Viele Gäste finden dich im Portal und suchen dich danach bei Google. Genau da entscheidet sich, ob die Buchung dir gehört.

Ein Hotel ohne Portale kommt heute kaum aus. Aber jede Übernachtung, die über Booking, HRS oder Expedia hereinkommt, kostet Provision — je nach Portal und Vertrag ein zweistelliger Prozentsatz vom Zimmerumsatz. Bei einem Haus mit ordentlicher Auslastung ist das über ein Jahr gerechnet kein Nebenposten, sondern eine Position, die man im Jahresabschluss sieht. Die eigene Website ist der einzige Kanal, der diese Rechnung dreht. Sie muss dafür nur eines können: den Gast, der ohnehin schon interessiert ist, bis zur Buchung tragen.

Warum die eigene Seite über den Gewinn entscheidet

Der typische Ablauf sieht so aus: Jemand sucht ein Zimmer, landet im Portal, vergleicht drei Häuser und entscheidet sich für deines. Dann — und das ist der entscheidende Moment — tippt ein großer Teil dieser Menschen den Hausnamen bei Google ein. Sie wollen sehen, wie das Haus wirklich aussieht, ob es direkt günstiger ist, ob es einen Anruf wert ist.

Was sie in diesem Moment finden, entscheidet über die Provision. Eine Website, die gepflegt aussieht, die Zimmer zeigt und einen sichtbaren Buchungsweg hat, holt die Buchung zurück. Eine Seite von 2014 mit vier Bildern und einer Telefonnummer schickt den Gast zurück ins Portal — dorthin, wo alles funktioniert.

  • Portal = Sichtbarkeit. Dafür sind die Portale gut, und dafür darf man sie auch nutzen.
  • Website = Marge. Dieselbe Übernachtung, derselbe Gast, nur ohne Abgabe an Dritte.
  • Beides zusammen. Wer die Portale abschaltet, verliert Reichweite. Wer die Website vernachlässigt, verschenkt jede Buchung, die er längst gewonnen hatte.

Die Rechnung, die du selbst machen kannst

Nimm die Zahl der Portalbuchungen vom letzten Jahr und den Provisionssatz aus deinem Vertrag. Was dabei herauskommt, ist der Betrag, den eine gute eigene Website jedes Jahr angreifen kann. Sie muss dafür nicht alle Buchungen holen — schon ein Teil davon trägt die Seite um ein Vielfaches.

Zimmer zeigen: echte Bilder, klare Preise

Das Zimmer ist das Produkt. Trotzdem stehen auf vielen Hotelseiten drei Aufnahmen aus einer Ecke, dazu ein Satz über „gemütliche Atmosphäre“. Der Gast weiß danach nicht, wie groß das Zimmer ist, wie das Bad aussieht und was es kostet — und diese drei Dinge will er wissen.

Jeder Zimmertyp bekommt seinen eigenen Platz

Einzelzimmer, Doppelzimmer, Familienzimmer, Suite: Jede Kategorie mit mehreren echten Fotos, Quadratmetern, Bettenanzahl, Ausstattung und Preisrahmen. Auch das Bad zeigen — danach wird gefragt, und wer es versteckt, weckt Verdacht. Fotos aus dem Portal reichen übrigens nicht: Die kennt der Gast schon, sie sind der Grund, warum er weitergesucht hat.

Preise gehören auf die Seite

Saisonpreise sind kein Argument dagegen, sondern nur ein Grund für eine Spanne. „Ab 89 € pro Nacht im Doppelzimmer, inklusive Frühstück“ genügt völlig. Wer keinen Preis findet, klickt zum Portal, wo einer steht — und dann buchst du dieselbe Nacht mit Provision statt ohne. Rechtlich gilt dabei: Endpreise inklusive Mehrwertsteuer, verpflichtende Nebenkosten wie Kurtaxe sichtbar dazu.

Die Fragen, die vor jeder Buchung kommen

Bevor jemand ein Zimmer bucht, geht er im Kopf eine Liste durch. Steht die Antwort auf deiner Seite, bucht er. Steht sie nicht da, ruft er an — oder er bucht woanders, wo sie steht.

  1. Frühstück. Inklusive oder Aufpreis, von wann bis wann, was gibt es.
  2. Parken. Kostenlos, kostenpflichtig, überhaupt vorhanden? In der Stadt die meistgestellte Frage.
  3. Anreise. Adresse, Karte, Entfernung zum Bahnhof, ein Wort zur Anfahrt mit dem Auto.
  4. Check-in und Check-out. Zeiten nennen, dazu was gilt, wenn jemand später anreist.
  5. Haustiere und Familie. Hund erlaubt, Kinderbett vorhanden, Aufpreis ja oder nein.
  6. Stornobedingungen. Der Punkt, an dem Direktbuchungen am häufigsten scheitern. Portale zeigen ihn klar — deine Seite sollte das auch.

Das ist keine lange Liste, aber sie steht auf erstaunlich wenigen Hotelseiten vollständig. Wer sie abarbeitet, spart sich außerdem einen Teil der täglichen Telefonate. Warum solche Basisinfos generell mehr Anfragen bringen als jeder Designeffekt, steht in Mehr Anfragen über die Website.

Buchungssystem oder Anfrageformular?

Die Frage kommt bei jedem Hotelprojekt, und die Antwort hängt an der Größe des Hauses. Ein Buchungssystem mit Kalender, Verfügbarkeiten und Kartenzahlung kostet monatlich Geld und braucht Pflege. Ein Anfrageformular kostet nichts, verlangt aber, dass jemand zügig antwortet.

  • Kleines Haus, Pension, Gasthof. Ein gutes Formular reicht: Zeitraum, Personen, Zimmerwunsch, Kontakt — mehr nicht. Entscheidend ist die Antwortzeit. Wer erst nach zwei Tagen zurückschreibt, hat den Gast an das Portal verloren, das sofort bestätigt.
  • Größeres Haus, wechselnde Auslastung. Ab etwa fünfzehn bis zwanzig Zimmern lohnt ein Buchungssystem mit Kalenderabgleich, sonst kosten Doppelbelegungen und Rückfragen mehr Zeit, als das System kostet.
  • In beiden Fällen. Der Button gehört sichtbar auf jede Seite, nicht nur auf eine Unterseite „Buchung“. Auf dem Handy dauerhaft am unteren Rand.

Ein Hinweis zur Technik: Buchungssysteme werden meist als fremdes Skript eingebunden. Das ist datenschutzrechtlich kein Selbstläufer — es braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter und einen Eintrag in der Datenschutzerklärung. Was sonst noch dazugehört, steht in Website DSGVO-konform.

Mehrsprachig — wenn deine Gäste es sind

Ob eine Hotel-Website mehrere Sprachen braucht, entscheidet die Gästestruktur, nicht das Prinzip. Ein Haus am Bodensee mit Gästen aus der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien braucht sie. Eine Pension mit deutschen Stammgästen braucht sie nicht.

Wenn übersetzt wird, dann konsequent: alle Seiten, das Buchungsformular und die Rechtstexte. Eine Seite, auf der die Startseite englisch ist und die Zimmerbeschreibung wieder deutsch, wirkt unfertiger als eine, die von vornherein nur deutsch ist. Technisch gehört jede Sprachfassung unter eine eigene URL — sonst kann Google die Fassungen nicht auseinanderhalten und zeigt womöglich die falsche an.

Viele Bilder, trotzdem schnell

Hotelseiten leben von Bildern, und genau daran sterben sie technisch. Zwanzig unkomprimierte Fotos in einer Galerie, dazu ein Video im Hintergrund — auf dem Hotel-WLAN sieht das schnell aus, im Zug mit halbem Netz lädt es zehn Sekunden. Da ist der Gast weg.

Die Lösung ist unspektakulär: Bilder in Webformaten und passender Größe ausliefern, Galerien erst laden, wenn jemand sie ansieht, keine Videohintergründe auf der Startseite. Der Unterschied ist erheblich und kostet an der Qualität der Fotos nichts. Details dazu in Website zu langsam?.

Dasselbe gilt fürs Handy: Ein großer Teil der Zimmersuche passiert unterwegs, abends, auf dem Sofa. Die Handyansicht ist die Hauptansicht, nicht die verkleinerte Zweitfassung.

Google-Eintrag, Karte und Bewertungen

Bei Hotels ist die Google-Kartenansicht oft der erste Kontakt: „Hotel in der Nähe“, und Google zeigt Sterne, Preise und Fotos. Ein gepflegtes Unternehmensprofil mit aktuellen Bildern, Öffnungszeiten der Rezeption und verlinkter Website ist deshalb Pflicht — es ist der Kanal, der ohne Provision arbeitet. Wie du dort überhaupt auftauchst, steht in Bei Google gefunden werden.

Bewertungen wiegen in der Hotellerie besonders schwer, weil der Gast im Voraus zahlt und das Produkt vorher nicht sehen kann. Sterne bei Google und die Bewertungen im Portal sind für ihn der Ersatz für den eigenen Eindruck. Wie du systematisch mehr davon bekommst, ohne dir etwas zu kaufen: Mehr Google-Bewertungen bekommen.

Hat dein Haus auch ein Restaurant, gelten dafür eigene Regeln — Speisekarte, Öffnungszeiten, Reservierung. Die stehen in Website für Restaurant & Gastronomie.

Fazit

Eine Hotel-Website hat eine einzige Aufgabe: den Gast, den die Portale ohnehin auf dich aufmerksam gemacht haben, direkt buchen zu lassen. Dafür braucht sie echte Zimmerbilder mit Preisen, die sechs Standardfragen beantwortet, einen sichtbaren Buchungsweg, kurze Ladezeiten und einen gepflegten Google-Eintrag. Nichts davon ist aufwendig — es fehlt nur auf den meisten Seiten.

Du führst ein Hotel oder eine Pension und willst mehr Buchungen ohne Provision? Sprich uns an — wir schauen uns deine Seite an und sagen dir, an welcher Stelle die Buchungen verloren gehen.

Häufige Fragen zur Hotel-Website

Was muss auf die Website eines Hotels?
Jeder Zimmertyp mit echten Fotos, Größe und Preisrahmen. Dazu ein klarer Buchungs- oder Anfrageweg, der auf jeder Seite sichtbar ist, die Anreise mit Karte und Parkmöglichkeit, das Thema Frühstück und die Check-in-Zeiten. Wer das hat, beantwortet die Fragen, mit denen fast jeder Gast auf die Seite kommt. Alles andere — Hausgeschichte, Wellness, Umgebung — kommt danach und verkauft nur, wenn die Basis stimmt.
Braucht ein kleines Hotel eine eigene Website, wenn es auf Booking.com steht?
Ja, gerade dann. Die Portale bringen Sichtbarkeit, kosten aber Provision auf jede vermittelte Übernachtung — je nach Portal und Vertrag ein zweistelliger Prozentsatz vom Zimmerumsatz. Viele Gäste finden ein Haus im Portal und suchen es danach bei Google, um direkt zu buchen. Wer dann keine oder eine schlechte eigene Seite hat, verschenkt genau diese Buchung an das Portal. Die Website ist der Ort, an dem eine Buchung dir vollständig gehört.
Muss eine Hotel-Website ein Online-Buchungssystem haben?
Nicht zwingend. Für kleine Häuser und Pensionen reicht oft ein gutes Anfrageformular mit Zeitraum, Personenzahl und Zimmerwunsch — vorausgesetzt, die Antwort kommt schnell. Ab etwa fünfzehn bis zwanzig Zimmern und bei stark wechselnder Auslastung lohnt ein Buchungssystem mit Kalenderabgleich, weil sonst Doppelbelegungen und Nachfragen zu viel Zeit fressen. Entscheidend ist nicht das System, sondern dass der Weg zur Buchung auf jeder Seite mit einem Blick zu finden ist.
Sollte eine Hotel-Website mehrsprachig sein?
Das hängt an deinen Gästen, nicht am Prinzip. Ein Stadthotel mit Geschäftsreisenden oder ein Haus in einer Urlaubsregion mit ausländischen Gästen braucht mindestens Englisch, oft dazu die Sprache der Nachbarländer. Eine Pension mit fast ausschließlich deutschen Stammgästen braucht das nicht. Wichtig: übersetzt gehört die ganze Seite inklusive Formular und Rechtstexten. Eine halb übersetzte Website wirkt unfertiger als eine, die konsequent nur deutsch ist.
Müssen Zimmerpreise auf der Website stehen?
Ein Preisrahmen sollte stehen, auch wenn die Preise saisonal schwanken. Ein Gast, der keinen Preis findet, klickt zum Portal, wo einer steht — dann buchst du dieselbe Übernachtung mit Provision statt ohne. Formulierungen wie ab 89 Euro pro Nacht im Doppelzimmer, inklusive Frühstück reichen völlig aus. Angegeben werden Endpreise inklusive Mehrwertsteuer, verpflichtende Nebenkosten wie Kurtaxe gehören sichtbar dazu.

Mehr Buchungen ohne Provision?

Wir bauen Hotel-Websites, die den Gast vom Portal zurückholen — mit Zimmern, Preisen und einem Buchungsweg, den man nicht suchen muss.

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