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Was passiert nach dem Livegang deiner Website?

Der Tag, an dem die Seite online geht, ist nicht das Ende des Projekts. Was danach anfällt — und was du vorher fragen solltest.

7 Min. Lesezeit Kraftwerk Performance

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Start laufen drei Dinge weiter: Hosting, Domain und Erreichbarkeit.
  • Die wichtigste Frage stellst du vor der Unterschrift: Wem gehören Domain, Code und Zugänge?
  • Änderungen sind normal — entscheidend ist, ob du sie selbst machen kannst oder jedes Mal jemanden brauchst.
  • Eine Seite, die niemand pflegt, verliert nicht am ersten Tag an Wirkung, sondern im zweiten Jahr.

Die meisten Angebote beschreiben sehr genau, was bis zum Live-Gang passiert — und schweigen darüber, was danach kommt. Genau dort entstehen aber die Kosten und die Abhängigkeiten, die später ärgern.

Wem gehört die Website eigentlich?

Die Frage klingt banal und ist die wichtigste im ganzen Projekt. Es gibt drei Dinge, die getrennt betrachtet werden müssen:

  • Die Domain. Sie sollte auf deinen Namen registriert sein. Läuft sie auf die Agentur, gehört dir deine Adresse im Netz nicht — und bei einem Wechsel wird verhandelt statt umgezogen.
  • Die Inhalte. Texte und Bilder sind deine. Selbstverständlich ist das nur, wenn es irgendwo steht.
  • Der Code und die Zugänge. Kannst du zu einem anderen Anbieter wechseln, ohne von vorn anzufangen? Bei einer eigens gebauten Seite lautet die Antwort ja, bei mancher Baukasten-Lösung nein.

Bei uns gehören alle Zugänge dem Kunden. Das ist keine Großzügigkeit, sondern die Bedingung dafür, dass die Zusammenarbeit freiwillig bleibt.

Der Satz, den du hören willst

„Du kannst jederzeit wechseln und nimmst alles mit." Wer stattdessen ausweicht, hat einen Grund dafür.

Was laufend anfällt — und was nicht

Nach dem Live-Gang gibt es drei feste Posten und eine ganze Reihe von Dingen, die oft verkauft, aber selten gebraucht werden.

Was wirklich läuft

  • Domain. Jahresgebühr, üblicherweise ein niedriger zweistelliger Betrag.
  • Hosting. Der Speicherplatz, auf dem die Seite liegt, samt SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung.
  • Erreichbarkeit. Jemand muss merken, wenn die Seite nicht mehr lädt oder das Kontaktformular ins Leere läuft.

Was oft verkauft wird

Monatliche „Wartungspakete" sind vor allem dort nötig, wo ein System aus vielen Bausteinen läuft, die ständig aktualisiert werden müssen — typischerweise bei WordPress mit einer Sammlung von Plugins. Eine eigens programmierte Seite ohne fremde Bausteine hat diesen Aufwand nicht. Der Unterschied ist im Artikel WordPress oder eigene Website? ausführlich beschrieben.

Änderungen: wer macht sie?

Preise ändern sich, Mitarbeiter kommen und gehen, eine neue Leistung kommt dazu. Die Frage ist nicht, ob Änderungen anfallen, sondern wie sie ablaufen. Drei Modelle sind üblich:

  1. Du meldest dich, es wird gemacht. Abgerechnet nach Aufwand. Ehrlich und ohne Grundgebühr, aber du brauchst jemanden, der reagiert.
  2. Du machst es selbst. Setzt voraus, dass die Seite dafür vorbereitet ist und du es auch tun willst. In der Praxis machen es die wenigsten Betriebe wirklich selbst.
  3. Pauschale pro Monat. Rechnet sich, wenn regelmäßig etwas ansteht. Bei zwei Änderungen im Jahr zahlst du für Bereitschaft, die du nicht brauchst.

Wichtig ist nur, dass vorher klar ist, welches Modell gilt und was eine typische Änderung kostet.

Sichtbarkeit hört nicht am Live-Tag auf

Eine neue Seite braucht ein paar Wochen, bis Google sie vollständig erfasst hat. In dieser Zeit passiert wenig — das ist normal und kein Fehler. Danach entscheidet sich, ob die Seite gefunden wird: über die Inhalte, über das Google-Unternehmensprofil und über Bewertungen.

Das ist kein Zusatzprodukt, sondern Pflege. Wer sein Unternehmensprofil aktuell hält und aktiv um Bewertungen bittet, wird lokal deutlich besser gefunden als jemand, der nach dem Live-Gang nichts mehr anfasst. Wie das praktisch geht, steht in Mehr Google-Bewertungen bekommen.

Fünf Fragen vor der Unterschrift

  1. Auf wen läuft die Domain nach dem Projekt?
  2. Bekomme ich alle Zugänge, auch die zum Hosting?
  3. Was kostet eine typische Änderung, zum Beispiel ein neuer Mitarbeiter auf der Team-Seite?
  4. Was passiert, wenn die Seite ausfällt — wer merkt es, wer repariert es?
  5. Kann ich zu einem anderen Anbieter wechseln, ohne neu zu bauen?

Fünf Fragen, fünf klare Antworten. Wenn eine davon schwammig ausfällt, weißt du, wo du später Ärger bekommst.

Fazit

Nach dem Live-Gang laufen Domain, Hosting und Erreichbarkeit weiter — der Rest ist Verhandlungssache und sollte vorher geklärt sein. Die entscheidende Frage ist nicht, was die Betreuung kostet, sondern ob du jederzeit gehen könntest. Wer das bejahen kann, bleibt aus Zufriedenheit statt aus Abhängigkeit.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Website im laufenden Betrieb?
Fest sind Domain und Hosting. Alles darüber hinaus hängt vom Modell ab: Änderungen nach Aufwand, Selbstpflege oder eine monatliche Pauschale. Frag nach dem Preis einer typischen Änderung, das sagt mehr als jede Paketbeschreibung.
Brauche ich ein monatliches Wartungspaket?
Das hängt von der Technik ab. Systeme aus vielen Zusatzbausteinen müssen laufend aktualisiert werden. Eine eigens programmierte Seite ohne fremde Bausteine hat diesen Aufwand nicht — dort zahlst du sonst für Bereitschaft, die du nicht brauchst.
Was passiert mit meiner Website, wenn ich die Agentur wechsle?
Das entscheidet sich vorher. Läuft die Domain auf dich und hast du alle Zugänge, ist ein Wechsel ein Umzug. Läuft die Domain auf die Agentur oder fehlen dir Zugänge, wird daraus eine Verhandlung.

Fragen zum laufenden Betrieb?

Wir sagen dir vorab, was nach dem Live-Gang auf dich zukommt.

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