Das Wichtigste in Kürze
- In der Regel liegen zwischen Startschuss und Live-Gang zwei bis vier Wochen.
- Gerechnet wird ab dem Moment, in dem deine Inhalte vorliegen — nicht ab der Zusage.
- Der längste Posten ist fast nie die Programmierung, sondern das Warten auf Fotos, Texte und Zugänge.
- Wer Bilder und einen festen Ansprechpartner vorher klärt, verkürzt das Projekt oft um eine ganze Woche.
Wer eine Website beauftragt, will vor allem eines wissen: Wann ist das Ding fertig? Die kurze Antwort lautet zwei bis vier Wochen. Die längere Antwort ist wichtiger, weil sie erklärt, warum manche Projekte in zehn Tagen stehen und andere sich über drei Monate ziehen — bei gleichem Umfang.
Zwei bis vier Wochen — ab wann gerechnet?
Der entscheidende Punkt steckt im Startzeitpunkt. Zwei bis vier Wochen sind realistisch, sobald deine Inhalte vorliegen: Fotos, die wichtigsten Texte, Zugänge zur Domain. Nicht ab dem Tag der Zusage.
Das ist kein Trick, sondern Ablauf-Logik. An einer Seite ohne Inhalte lässt sich das Gerüst bauen, aber nicht abnehmen. Wer zwei Wochen nach der Zusage noch keine Fotos geschickt hat, hat kein Website-Projekt, das drei Wochen dauert, sondern eines, das fünf dauert.
Die eine Zahl, die zählt
Frag nicht „Wie lange dauert das?", sondern „Ab wann laufen die zwei bis vier Wochen?". An der Antwort erkennst du, ob dein Gegenüber den Ablauf im Griff hat.
Was die Zeit wirklich frisst
In fast jedem Projekt sind es dieselben vier Posten — und der Bau der Seite ist keiner davon.
- Bilder. Der mit Abstand größte Posten. Viele Betriebe haben Handyfotos von Baustellen, aber kein einziges brauchbares Bild vom Team, vom Fuhrpark oder von einem fertigen Objekt. Ein Fototermin dauert zwei Stunden — bis er im Kalender steht, vergehen oft zwei Wochen.
- Freigaben. Wenn drei Personen mitreden und niemand entscheidet, wartet das Projekt. Ein fester Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis ist der wirksamste Beschleuniger überhaupt.
- Zugänge. Domain bei einem Anbieter, den vor sechs Jahren der Neffe eingerichtet hat, Passwort unbekannt. Das lässt sich lösen, kostet aber Tage, in denen niemand etwas bauen kann.
- Rechtstexte. Impressum und Datenschutzerklärung brauchen echte Angaben: Handelsregister, Umsatzsteuer-ID, Verantwortlicher. Wer das erst am Tag vor dem Live-Gang zusammensucht, verschiebt den Live-Gang.
Der Ablauf in vier Schritten
- Gespräch und Umfang festlegen. Was soll die Seite können, wie viele Unterseiten, welche Funktionen. Danach steht der Preis fest, nicht später.
- Inhalte einsammeln. Logo, Bilder, Leistungen, Referenzen, Zugänge. Dieser Schritt bestimmt die Gesamtdauer — alle anderen sind planbar.
- Bauen und abstimmen. Du bekommst die Seite als Vorschau zu sehen und sagst, was noch anders soll. Zwei Korrekturrunden sind normal, danach wird es meist zäh ohne besser zu werden.
- Live schalten. Domain umstellen, Rechtstexte prüfen, Formulare testen, bei Google anmelden. Ein halber Tag, wenn vorher sauber gearbeitet wurde.
Wie dieser Ablauf konkret bei einem Handwerksbetrieb aussieht, steht im Artikel Website für deinen Handwerksbetrieb.
So machst du dein Projekt schneller
- Fotos zuerst. Noch bevor irgendjemand über Design redet. Gute Bilder sind der Unterschied zwischen einer Seite, die nach Betrieb aussieht, und einer, die nach Vorlage aussieht.
- Einen Ansprechpartner benennen. Einer sammelt intern ein und entscheidet. Nicht drei, die sich abstimmen müssen.
- Zugänge vorher heraussuchen. Wo liegt die Domain, wer hat das Passwort, wer ist im Google-Konto eingetragen.
- Rückmeldungen bündeln. Eine Liste mit allen Punkten statt zwölf einzelne Nachrichten über drei Tage verteilt.
- Nicht auf Perfektion warten. Eine Seite, die steht, verdient Geld. Eine Seite, die noch auf den perfekten Text wartet, tut das nicht. Ändern lässt sich später alles.
Wenn ein fester Termin nötig ist
Manchmal gibt es einen harten Stichtag: Messe, Firmenjubiläum, Übergabe an den Nachfolger. Das geht — dann läuft das Projekt aber rückwärts geplant. Vom Termin aus wird gerechnet, wann die Inhalte spätestens vorliegen müssen, und dieser Zwischentermin ist dann genauso verbindlich wie der Live-Gang.
Was nicht funktioniert: ein fester Termin ohne festen Inhaltsplan. Das ist kein Zeitplan, das ist eine Hoffnung.
Fazit
Zwei bis vier Wochen sind realistisch — gerechnet ab dem Vorliegen deiner Inhalte. Die Bauzeit ist der planbare Teil; unplanbar wird es bei Fotos, Freigaben und Zugängen. Wer diese drei Dinge vor dem Start klärt, hat die Dauer seines Projekts weitgehend selbst in der Hand.
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