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Was brauche ich für meine neue Website?

Die vollständige Liste — sortiert danach, was wirklich von dir kommen muss und was du getrost abgeben kannst.

7 Min. Lesezeit Kraftwerk Performance

Das Wichtigste in Kürze

  • Von dir kommen müssen: Bilder, Fakten und Zugänge. Alles andere lässt sich abgeben.
  • Texte musst du nicht schreiben — aber die Inhalte müssen aus deinem Kopf kommen.
  • Der häufigste Bremsklotz sind fehlende Fotos, nicht fehlende Texte.
  • Rechtstexte brauchen echte Angaben: Handelsregister, Umsatzsteuer-ID, Verantwortlicher.

„Was muss ich denn eigentlich liefern?" ist die zweithäufigste Frage nach dem Preis — und die, bei der die meisten Betriebe unnötig Respekt haben. Die Liste ist kürzer, als die meisten denken. Sie ist nur an einer Stelle unangenehm.

Die kurze Liste

Fünf Dinge braucht jedes Website-Projekt von dir. Mehr nicht.

  1. Bilder von deinem Betrieb, deinem Team und deiner Arbeit.
  2. Fakten zu Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Ansprechpartnern.
  3. Zugänge zu Domain und Hosting, falls schon vorhanden.
  4. Rechtsangaben für Impressum und Datenschutzerklärung.
  5. Eine Entscheidung — jemand, der freigibt und nicht erst rumfragt.

Bilder: der Posten, an dem es hängt

Hier entscheidet sich, ob deine Seite nach deinem Betrieb aussieht oder nach Vorlage. Stockfotos erkennt jeder — der lächelnde Handwerker mit dem sauberen Hemd wirkt nicht seriös, sondern austauschbar.

Was du brauchst

  • Team. Ein gemeinsames Bild und, wenn möglich, Einzelaufnahmen der Ansprechpartner. Menschen kaufen von Menschen.
  • Arbeit. Fertige Objekte, gern auch vorher und nachher vom selben Standpunkt fotografiert.
  • Betrieb. Werkstatt, Fahrzeuge, Lager. Das beweist Größe und Substanz besser als jeder Satz.

Wenn du keine guten Bilder hast

Dann ist der Fototermin der erste Schritt, nicht das Design. Ein halber Tag mit einem Fotografen kostet weniger als die meisten befürchten und wirkt über Jahre. Handyfotos gehen für Baustellen-Dokumentation — für den Hero-Bereich der Startseite gehen sie nicht.

Merksatz

Eine gute Seite mit schlechten Bildern wirkt schlechter als eine einfache Seite mit guten Bildern. Investier zuerst hier.

Texte: was von dir kommen muss

Texte schreiben musst du nicht. Die Inhalte müssen trotzdem von dir kommen — niemand außerhalb deines Betriebs weiß, dass ihr auch samstags kommt, dass ihr eine eigene Blechnerei habt oder dass ihr seit 1978 im Ort seid.

Am schnellsten geht es so: Ein Telefonat, in dem du erzählst, wie du einem Kunden am Küchentisch erklärst, was ihr macht. Daraus lässt sich Text bauen. Umgekehrt — du sitzt vor einem leeren Blatt und sollst „ein paar Zeilen über euch" schreiben — dauert es Wochen und wird meist trotzdem nichts.

Wie aus diesen Rohinformationen brauchbarer Text wird, steht in Website-Texte schreiben.

Zugänge: Domain, Hosting, Google

Wenn du schon eine Seite hast, gehören drei Dinge geklärt, bevor irgendetwas gebaut wird:

  • Domain. Wo ist sie registriert, wer hat die Zugangsdaten? Wichtig: Die Domain sollte auf dich laufen, nicht auf deine alte Agentur.
  • Hosting. Wo liegt die aktuelle Seite? Der Zugang wird für den Umzug gebraucht.
  • Google. Business-Profil und, falls vorhanden, Search Console und Analytics. Auch hier gilt: Das Konto gehört dir, nicht dem Dienstleister.

Wenn Passwörter fehlen, ist das kein Drama, kostet aber Zeit. Deshalb gehört dieser Punkt an den Anfang und nicht ans Ende.

Rechtliches: die unbeliebte Pflicht

Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht, und sie brauchen echte Angaben — vollständiger Firmenname und Rechtsform, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Vertretungsberechtigter, Handelsregister und Registernummer falls eingetragen, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer falls vorhanden, bei zulassungspflichtigen Handwerken zusätzlich die zuständige Handwerkskammer.

Das klingt nach viel, ist aber in zehn Minuten zusammengesucht, wenn man weiß, wonach man sucht. Was auf keinen Fall passieren sollte: ein Impressum von einer anderen Seite kopieren. Das ist der schnellste Weg zu einer Abmahnung. Welche Fallstricke es sonst noch gibt, steht in Website DSGVO-konform.

Fazit

Bilder, Fakten, Zugänge, Rechtsangaben und eine Person, die entscheidet — mehr braucht es nicht von dir. Der einzige Posten, der wirklich Aufwand macht, sind gute Fotos. Wer den vorzieht, hat den Rest in wenigen Stunden zusammen.

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Häufige Fragen

Was ist, wenn ich keine guten Fotos von meinem Betrieb habe?
Dann ist ein Fototermin der erste Schritt. Ein halber Tag reicht für Team, Fahrzeuge und ein bis zwei fertige Objekte. Stockfotos sind die schlechtere Wahl, weil sie sofort als austauschbar erkannt werden.
Muss ich die Texte für meine Website selbst schreiben?
Nein. Die Inhalte müssen von dir kommen, die Formulierung nicht. Am schnellsten geht es über ein Gespräch, in dem du erzählst, wie du einem Kunden deine Arbeit erklärst — daraus lässt sich der Text bauen.
Brauche ich schon eine Domain, bevor es losgehen kann?
Nein. Wenn du keine hast, wird sie im Projekt registriert. Hast du schon eine, sollten die Zugangsdaten früh geklärt werden — und die Domain sollte auf dich laufen, nicht auf einen Dienstleister.

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